Therapie einer Sozialen Phobie
Studien zeigen, dass soziale Phobien relativ gut behandelbar sind. Die verschiedenen Therapien sind darauf ausgerichtet, die soziale Phobie zu besiegen oder zumindest in so den Griff zu bekommen, dass sie nicht mehr als störend empfunden wird.
Psychotherapie
Bei der psychotherapeutischen Behandlung gibt es für soziale Phobien drei grundsätzliche Ansätze:
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Soziales Kompetenztraining:
Hierbei setzt man bei der Selbstunsicherheit des Patienten mit sozialer Phobie an. Durch Selbstsicherheitstrainings wie Kontakte knüpfen, Small Talk, auf Andere zugehen usw. wird versucht die sozialen Fähigkeiten aufzubauen und zu verbessern. Dadurch wird das Selbstvertrauen des Patienten gestärkt und damit geholfen die Angst zu überwinden. Als Methoden dieser Therapie können z.B. Rollenspiele zum Einsatz kommen.
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Konfrontationstherapie:
Bei dieser Therapie wird gegen das Meidungsverhalten des Sozialphobikers vorgegangen. Durch die Konfrontation mit sozialen Situationen soll die Angst überwunden werden und wieder Selbstvertrauen aufgebaut werden.
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Kognitive Therapie:
Bei der kognitiven Therapie lernt der Patient seine Gefühle, körperlichen Reaktionen und Verhaltensweisen zu verstehen: Woher kommen meine sozialen Ängste? Wann treten sie auf und wann nicht? Wie kontrolliere ich meine Ängste? Dabei können Videoaufnahmen helfen die eigene negative Einstellung zu sich selbst zu überprüfen. Anschließend überträgt der Patient die Erkenntnisse auf den Alltag und kann sich somit ein positives Selbstwertgefühl erarbeiten.
Medikamente
In schweren Fällen kann neben der Verhaltenstherapie auch eine Behandlung durch Medikamente sinnvoll sein. Dabei kommen wie auch bei anderen Phobien Antidepressiva und Beruhigungsmittel zum Einsatz (Benzodiazepine oder Tranquilizer).
Neben der Gefahr der Gewöhnung an das Medikament können auch Abhängigkeiten entstehen und es kann zu mehr oder weniger schweren Nebenwirkungen kommen. Deswegen ist unbedingt ein fachkompetente Beratung durch einen Arzt oder Therapeuten notwendig.
